Über den Berg

Da sind wir wieder – zurück in Bochum, zurück aus den Bergen. Und über den Berg sind wir jetzt wohl auch – hoffentlich – alle – auch was den kleinen, gemeinen „Alpen-Virus“ angeht.

Auch wenn der uns zuweilen etwas zu schaffen gemacht hat, haben wir doch –  alles in allem – eine tolle Woche und viele „großartige“ Eindrücke in den Alpen genießen können.

Auch wurden wir, natürlich vor allem durch André, aber manchmal auch ganz nebenbei oder völlig unerwartet mit neuen Erkenntnissen und Erlebnissen bereichert: „Nur wer richtig ausatmet, kann auch wieder richtig einatmen“, unsere Rucksäcke wurden irgendwie nie leichter, konnten aber dank unserer gelben Spülschwämmen als Hüft- und Schulterpolster selbst von den hagersten Teilnehmerinnen meist mühelos getragen werden. Am Ende einer langen Wanderetappe freuten wir uns immer wieder gern auf jede leckere Mahlzeit – besonders, wenn es wieder ganz überraschend Gulasch (!) gab. Sogar die Vegetarierinnen unter uns ließen sich gesagt sein: „Fleisch ist gut!“. Auch die einheimischen Taxifahrer erweiterten ihr Spektrum über die ‚örtlichen‘ Bergschulen. Auf die Frage, von welcher Bergschule wir denn kommen, nahmen sie die Antwort: „Volkshochschule Bochum“ nickend zur Kenntnis. Früher oder später, war wohl jede/m klar, dass er oder sie sich nicht im Urlaub sondern auf einer Exkursion befindet – immer nah am Abgrund aber stets in guten Händen – das hoffen wir jedenfalls – „Absolut“!

Ich hoffe, es hat Spaß gemacht, uns hier ein Wenig bei unserer diesjährigen Tour zu begleiten. Ich danke allen, die uns zugeschaut haben und in Gedanken mitgelaufen sind. Wir haben uns über Eure vielen aufmunternden Kommentare alle sehr gefreut!!!

Katja & André

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Eine erfüllte Woche…

Eine erfüllte Woche liegt hinter uns!!! Nun geht es mit dem Zug über Botzen gen Heimat.

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Ab nach Hause…

Wir sehen uns in Bochum!

…und weiter gehts (24.07.2015)

Der Abstieg nach Italien war steil! Eine schwierige Stelle wurde mit einem Seil entschärft. Burkhard seilt uns einzeln über  das Schneefeld ab, dann klettern  wir weiter über den scharfkantigen Glimmerschiefer an der Felswand hinunter.

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Unsere Bergführer Burkhard und Franz.

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Italien begrüßt uns mit Regen.

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Barfuß durch den Bach.

 

…nach erlebnisreichen 8 Stunden erreichen wir erschöpft aber erfüllt von der heutigen Etappe und der ganzen Woche die Mittelkaser Alm auf 1900 m.

DEN Kaiserschmarn haben wir uns verdient!

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Alles selbst gemacht.

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Die urige Alm aus dem 14. Jahrhundert – ein Ort zum Genießen!

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Auch das Brot wird hier selbst gebacken.

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Die Gletscherüberquerung am 24.07.2015

Heute geht es über den Gletscher! Alle freuen sich schon darauf und legen voller Erwartung die Sicherheitsgurte an.

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Um 8 Uhr sind alle bereit und wir brechen gemeinsam mit Franz und Burkhard, unseren Bergführern, Richtung Gurgler Ferner auf. Im unteren Teil ist der Gletscher spiegelglatt, da es in der Nacht heftig gewittert und geregnet hatte. Schwierig zu laufen.

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Als wir die griffige Firnfläche erreichen, bilden wir zwei Seilschaften und stapfen so aneinander gebunden weiter über den Gletscher…

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Hier sollte man nicht reinfallen.

 

…bis wir am Gurgler Eisloch alle den höchsten Punkt der Exkursion erreichen: 3150 m. Hier verläuft der Alpenhauptkamm. Zur einen Seite blicken wir nach Österreich, zur anderen nach Italien.

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Gruppenfoto am Gurgler Eisloch, 3150 m.

 

 

 

Nachschlag zum 23.07.2015

… an der Langtalererck Hütte auf 2450 m legen wir eine kleine Trinkpause ein, verklappen unsere großen Rucksäcke und  steigen dann hinauf zum Hochwildhaus.

Zunächst geht’s steil hinauf und dann am Gurgler Ferner entlang dem heutigen Etappenziel entgegen. Wir waren wieder einmal schneller als das Gewitter. Bis zum Abend hatten wir Sonne satt auf der Terrasse  in über 2800 m!

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Wollgras

 

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Auf der Terrasse des Hochwildhauses

 

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Im Hintergrund der Gurgler Ferner

 

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Auch das Studieren kam nicht zu kurz! – „Hüttenkunde im Nebenfach“

 

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Bis zur Hüttenruhe um 22 Uhr hat es kaum eine/r geschafft. Die meisten vielen schon vorher erschöpft ins Bett.

 

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Das Hochwildhaus auf 2800m.

Von Obergurgl zum Hochwildehaus

Katja schreibt gerade während des Wanderns, also quasi folgt eine Life-Übertragung:

Zunächst führt uns der Weg durch den Zirbenwald, der hier die Baumgrenze bildet. Zu erkennen ist diese sehr kälteresistente Kiefernart an ihren 5 (!) Nadeln.

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Vermoorte Flächen im Zirbenwald.

 

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Blick zurück nach Obergurgel

 

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Das Rotmoostal

Liebe Grüße an Alle!

Hinauf zu den Gletschern

Heute brechen wir um 7 Uhr auf. Wärmegewitter am Nachmittag sind angesagt, wir wollen schneller sein.

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Los geht es.

Steil aber zunächst ohne Rucksack (Gepäcktransport bis zur Braunschweiger Hütte auf 2759 m) geht es hinauf, unserem ersten Gletscher, dem Mittelbergferner, entgegen.

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Diese Brocken markieren die Eisrandlage des Mittelbachferners von 1855. Heute werden sie von der „Gleschermilch“ umspült, den trüben Schmelzwässerns des Mittelbachferners.

 

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Das Gewitter zog vorbei und wir erreichten bei leichtem Nieseln das Rettenbachjoch auf 2990m. Von hier ging es übers Schneefeld hinunter Richtung Soelden.

Heute übernachten wir in Obergurgl. Es gibt wieder fließend warmes Wasser…!

1500 m Abstieg bei 36 Grad

Heute geht es ausschließlich bergab. Ein Tag für unsere Stöcke.

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Aufbruch vom Württemberger Haus

 

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Edelweiß

 

Vom Württemberger Haus steigen wir 1500 m hinunter nach Zams ins Inntal.  bei 36 Grad im Schatten eine schweißtreibende und nicht gerade knieschonende Angelegenheit.

Nach 6 Stunden erreichen wir Zams und steuern erst einmal den Supermarkt an.

Auf der Taxifahrt ins Pitztal fallen einigen von uns die Augen zu. Im Gasthof „Steinbock“ freuen wir uns alle über fließend warmes Wasser, Doppelzimmer und den Service, dass uns hier sogar die Wäsche gewaschen wird!

Wir pflegen unsere kleinen Blessuren: Blasen, Schrammen, Macken, Sonnenbrände….

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Auch ein Abstieg kann beschwerlich sein…